Sonnenbrand Tipps

Weil früher die arbeitende Bevölkerungsschicht jedem Wetter ausgesetzt war, galt braun gebrannte Haut als Zeichen des niederen Arbeiterstandes. Das Schönheitsideal war die helle, weiße Haut der Adeligen, die sich mit hochgeschlossener Kleidung und Sonnenschirmchen beim Nichtstun vor der Sonne schützten. Heute ist das umgekehrt. Knackig braun gebrannt ist angesagt.

Wer sich die schicke Bräunung nicht im Winterurlaub in der Südsee zulegen kann, nutzt das Sonnenstudio, um sich den Sommerteint zu verschaffen. Doch das Bräunen will gelernt sein. Durch falsches Verhalten beim Sonnenbad entsteht der Sonnenbrand.

Statt dem angesagten Braun wird die Haut rot, sie schmerzt, bildet Blasen oder löst sich ab. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihnen dieses Malheur passiert, müssen Sie in der Sonne und auf der Sonnenbank einiges beachten.

Sie sollten über die Gefährlichkeit der UV-Strahlen Bescheid wissen. Sie sollten Ihren Hauttyp kennen und wissen, wie stark Sie sonnenbrandgefährdet sind. Und Sie sollten alle Maßnahmen beherzigen, mit denen Sie die unangenehme und gefährliche Hautverbrennung verhindern können.

Richtig bräunen ohne Sonnenbrand

Nicht jeder Mensch wird gleich schnell oder gleich tief braun. Es gibt Menschen, die haben von Natur aus eine dunkle Hautfarbe und Menschen, die außer Sommersprossen ihrer Haut überhaupt keinen Braunton entlocken können. Sie sind prädestiniert für einen Sonnenbrand. Aber auch wer eine Mischhaut aufweist, ist vor dem Übel nicht gefeit.

Wenn nach dem Sonnenbad sich die Haut rötet, spannt und schmerzt, dann sind das Anzeichen für einen Sonnenbrand. Leider treten die typischen Symptome erst dann auf, wenn es bereits zu spät ist (siehe Entstehung). Daher ist Vorbeugen gegen die Hautverbrennung die einzige Möglichkeit, sie zu vermeiden. Wer seine Haut rechtzeitig schützt, wird auch ohne Schmerzen und Risiken knackig braun.

Vorbeugen gegen die Hautverbrennung ist gar nicht so schwer. Wenn Sie Ihren Hauttyp kennen (siehe Hauttyp bestimmen), können Sie mithilfe einer einfachen Formel berechnen, wie lange Sie ohne negative Folgen für Ihre Haut das Sonnenbad je nach Sonnenintensität genießen können. Diese Sonnendauer lässt sich durch das Auftragen eines Sonnenschutzmittels mit Lichtschutzfaktor erhöhen.

Sonnencremes sind mit hohem Lichtschutzfaktor für Menschen mit sehr empfindlicher Haut und mit niedrigerem LSF für diejenigen, die weniger sonnenbrandgefährdet sind, erhältlich. Neben dem Auftragen des Sonnenschutzmittels gibt es noch zahlreiche weitere Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um sonnenbrandfrei braun zu werden: siehe Sonnenbrand vorbeugen.

Sonnenbrand Tipps

Ist der Sonnenbrand gefährlich?

Ja. Beim Sonnenbrand handelt es sich nicht um eine vorübergehende Hautreizung, sondern es ist eine Hautverbrennung, die bleibende Schäden hinterlässt. Die Rötung der Haut, die Schwellung, die Schmerzen und der Juckreiz gehören spätestens nach ein paar Wochen der Vergangenheit an. Da die gefährlichen UV-Strahlen nicht nur die äußere Hautschicht erreichen, sondern bis in die Tiefe vordringen, schädigen sie Hautzellen auf irreparable Weise.

  • Die Gefahr liegt nicht in der Gegenwart, sondern hauptsächlich in den Folgeschäden (siehe Folgen), die durch die Verbrennung der Haut ausgelöst werden.
  • Das kleinste Übel ist hierbei die vorzeitige Hautalterung, die durch zu viele Sonnenbrände in der Jugend ausgelöst werden kann.
  • Schlimmer wirken sich die leichtsinnig hervorgerufenen Hautverbrennungen aus, wenn sie zu Hautkrebs führen. Gerade der Sonnenbrand in jungen Jahren ist ein besonders hoher Risikofaktor für den schwarzen Hautkrebs.
  • Da Hautverbrennungen in den ersten 14 Lebensjahren das Krebsrisiko extrem erhöhen, sollten Sie Ihre Kinder besonders gut vor der Sonne schützen und ihnen selbstverständlich mit gutem Beispiel vorangehen.
  • Sensibilisieren Sie sie beizeiten für die Gefahren, die das unbedachte Sonnenbad mit sich bringt.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Hautkrebserkrankungen zugenommen. Das muss nicht sein. Nehmen Sie einen Sonnenbrand nie auf die leichte Schulter. Behandeln Sie ihn rasch und versuchen Sie, in Zukunft vorzubeugen.

Sonnenbrand, was tun?

Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, und Sie sich einen Sonnenbrand eingefangen haben, sollten Sie rasch handeln. Warten Sie nicht erst, wie schlimm sich die Begleiterscheinungen der Hautverbrennung auswirken, sondern behandeln Sie sie sofort:

  1. Als Erste Hilfe Maßnahme ist es besonders wichtig, dass Sie viel trinken. Sie müssen nicht nur den Feuchtigkeitshaushalt der Haut ausgleichen, sondern Ihr gesamter Körper hat durch die Verbrennung einen hohen Flüssigkeitsverlust erlitten (siehe Schnelle Hilfe).
  2. Ebenfalls wichtig ist, dass Sie die Haut kühlen. Durch die Kühlung erreichen Sie zweierlei: Zum einen werden die Schmerzen und das Spannungsgefühl der Haut gelindert und zum anderen beugen Sie Entzündungen vor. Da gerade die verbrannte Haut für Bakterien besonders durchlässig ist, müssen Sie bei der Kühlung auf Sauberkeit achten. Springen Sie mit einem Sonnenbrand daher nicht in den nächstgelegenen Baggersee, sondern verwenden Sie zum Abkühlen Wasser von Trinkwasserqualität.
  3. Sobald Sie merken, dass der Sonnenbrand schlimmere Auswirkungen hat, suchen Sie einen Arzt auf. Wenn Sie starke Schmerzen verspüren, wenn sich Ihre Haut nicht nur rötet, sondern Blasen bildet oder sich großflächig ablöst, wenn Sie Fieber bekommen oder unter Übelkeit und/oder Kreislaufbeschwerden leiden, ist der Gang zum Arzt unbedingt erforderlich.
  4. Einen leichten Sonnenbrand, der sich in einer Hautrötung und Spannungsgefühl der Haut bemerkbar macht, können Sie in Eigenregie mit Hausmitteln (siehe Sonnenbrand Hausmittel) oder Cremes aus der Apotheke selbst behandeln.
  5. Weitere Infos finden Sie auf der Seite Sonnenbrand behandeln

Hilfe, meine Haut schält sich!

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Ein Sonnenbrand bietet oft Anlass für Witze und kleine Neckereien. Dabei ist der Betroffene nicht zu Scherzen aufgelegt, denn die Verbrennung schmerzt nicht nur, sie sieht auch äußerst unvorteilhaft aus. In der Apotheke werden zahlreiche Cremes und Salben angeboten, um das Übel rasch aus der Welt zu schaffen. Doch auch natürliche Hausmittel verfehlen ihre Wirkung nicht.

  • Wenn sich Ihre Haut schält, ist es besonders wichtig, dass Sie nicht an den lose hängenden Hautstückchen ziehen und sie zu entfernen versuchen. Die Haut löst sich von alleine ab, wenn sich darunter eine frische, gesunde Hautschicht gebildet hat.
  • Versuchen Sie, mit Ihren Händen beim Ablösen nachzuhelfen, kann es passieren, das Sie die Haut zu weit entfernen. Was dann bleibt, ist eine offene Wunde, die nicht nur schmerzt und ebenfalls unschön aussieht, sondern sich außerdem leicht entzündet.
  • Schon durch die Bakterien, die sich an Ihren Händen befinden, können Sie beim Abziehen der Haut eine Infektion auslösen.

Um die unschönen, lose hängenden Hautstückchen schnell loszuwerden, benötigt die Haut nun viel Feuchtigkeit. Cremen Sie daher die betroffenen Stellen mehrmals täglich mit einer feuchtigkeitsspendenden Hautcreme ein. Am besten eignet sich eine Intensivcreme, die der Haut nicht nur viel Feuchtigkeit spendet, sondern sie zusätzlich mit Nährstoffen versorgt und dadurch die Regeneration beschleunigt.

Wenn sich im Gesicht die Haut zu schälen beginnt, ist das besonders unangenehm. Möchten Sie daher Ihrer Haut beim Ablöseprozess ein wenig helfen, können Sie ein sanftes Hautpeeling auftragen und ganz vorsichtig über die entsprechenden Hautpartien reiben. Übertreiben Sie es aber nicht mit der Häufigkeit der Anwendung und versorgen Sie nach dem Peeling die Haut mit einer reichhaltigen Feuchtigkeitscreme.